ÜBER MICH

Moin Moin,

mein Name ist Max Bodo Reitz, ich bin 24 Jahre alt und gelernter Segelmacher. Mit dem Handwerk des Segelmachers und auch mit dem Segeln als Freizeitbeschäftigung und Sport, stehe ich schon seit meiner Kindheit in engem Kontakt.
Mein Vater leitete schon damals erfolgreich eine Segelmacherei und nahm mich oft mit in die Werkstatt, um ihm bei der Arbeit zuzuschauen. Da ich aus einer Segler-Familie stamme, verbrachte ich so gut wie jedes Wochenende und jeden freien Tag mit meinen Eltern auf ihrem Segelboot. Ich lernte schnell die Idylle des losgelöst seins, die Schönheit der offenen See und diese Art der entschleunigten Fortbewegung nur durch die Kraft der Natur lieben. So wurde ich älter und sammelte Erfahrungen, Eindrücke und Seemeilen.
Irgendwann war es dann so weit, ich stand vor meinem Schulabschluss und vor der Entscheidung meines weiteren Werdegangs, doch für mich war schon Jahre vorher klar: “Ich möchte Segelmacher werden!” Ich absolvierte also meine Ausbildung zum Segelmacher und arbeite nun seit 4 1⁄2 Jahren als Geselle und Produktionsleiter in unserem Familienunternehmen. In unserer Segelmacherei fertigen wir natürlich auch Yacht- & Jollensegel und oftmals wollen die Bootseigner, nach Anfertigung der neuen Segel, die alten entsorgen. Ein Segel ist eine hochkomplexe dreidimensionale Fläche, ähnlich wie die Tragfläche eines Flugzeugs, bei dem sich zumindest die Segeleigenschaften im Alter verschlechtern. Dennoch bleibt ein sehr robustes und widerstandsfähiges Material als Grundbaustein erhalten, der leider oft nach ausdienen der Segel, auf den Müll wandert.

Mein Bewusstsein für das Leben im Einklang mit uns und der Natur hat sich in den letzten Jahren sehr verändert und es tat mir jedes mal im Herzen weh, die Massen an Resten aus unserer Produktion zu sehen, in dem Wissen dass diese nicht weiter verwertet werden.

Taschen aus Segeltuch kannte ich bereits, doch das Design entsprach oft nicht meinen persönlichen Vorstellungen von Praktikabilität, Größe und äußerem Erscheinungsbild.
Mit meinem aktuellen Rucksack war ich sehr unzufrieden, da dieser bereits nach 2 Jahren begann sich von selbst in seine Einzelteile zu zerlegen. So keimte die Idee in mir auf, mir doch einfach selbst einen Rucksack zu nähen, der meinen Vorstellungen gerecht wird.
Ich erstellte also ein erstes Schnittmuster, machte mir Gedanken zur Größe, Form und Material und ließ natürlich meine persönlichen Vorlieben und Erfahrungen mit einfließen. Der erste Prototyp entstand und ich teilte meine Fortschritte mit meinen Freunden und bei Social Media . Die Resonanz an positivem Feedback war unglaublich und spornte mich an, diese Idee weiterzuführen und auszubauen. Außerdem merkte ich während des Entstehungsprozesses, wie viel Spaß und Freude mir das kreative Arbeiten und die Dinge, die ich dabei neu lernte, bereiteten. Viele Leute fragten mich ob ich ihnen auch eine Tasche nähen könnte oder wo es diese zu kaufen gibt. Ursprünglich war das Ganze als privates Projekt gedacht, doch die Arbeiten und Planung machten mir so viel Spaß, dass ich mich dazu entschloss mich mit meiner Idee in die Selbstständigkeit zu wagen.Vier Monate verbrachte ich den Großteil meiner Freizeit damit, Taschen zu nähen und ein Konzept zu erarbeiten, bei dem ich viel dazu lernte und mich stetig weiter entwickelte.

Meine wundervolle Freundin unterstützte mich in jeder Lage und Situation, deshalb möchte ich ihr an dieser Stelle meinen besonderen Dank aussprechen. Ohne sie hätte ich wahrscheinlich aufgegeben und meine Idee nicht weiter verfolgt. Es es gab viele Momente, in denen ich an mir und dem ganzen Projekt zweifelte. Oftmals dachte ich mir: “Du bist doch verrückt! Du hast doch einen sicheren Job mit einer rosigen Aussicht für die Zukunft. Was veranstaltest du hier?” Ich hielt durch, habe meinen Traum verfolgt und mich selbst verwirklicht. Das Ergebnis seht ihr hier: