Entschleunigung durch selber machen

 

Wo beginnt nachhaltigkeit und wo hört sie auf? Wie kann ich nachhaltiger leben und was ist Nachhaltigkeit überhaupt genau? 

 

Am Anfang stehen einige offene Fragen und ich denke wenn man nicht ganz so radikal an das Thema herangeht, sollte jeder erstmal selber für sich schauen wie er diese Fragen subjektiv für sich beantworten kann und was er in seinem Alltag verändern und umsetzen kann. 

 

Nachhaltigkeit ist so ein riesiger Überbegriff und hat einfach wahnsinnig viele Facetten. Alles kann man eh nie richtig machen und in Hinsicht auf die über 8 Milliarden Menschen auf unserer Erde und einem gewissen Lebensstil den wir uns zur Gewohnheit gemacht haben, sollte man erstmal klein beginnen und für sich persönlich schauen was möglich ist.

Denn jede kleine Veränderung kann in der Masse sehr viel bewirken!

Selber machen statt fertig kaufen

Meiner Meinung nach, ist ein wesentlicher Punkt und der beste erste Schritt für mehr Nachhaltigkeit im Alltag, anzufangen Dinge einfach wieder selber herzustellen oder zu machen anstatt sie fertig zu kaufen. Wir leben in dem Luxus einfach alles fertig kaufen zu können, klar nicht alles kann man selber machen aber durch den stumpfen Konsum verliert man schnell den Bezug zu den Produkten, den Aufwand diese herzustellen und gibt diesen dadurch schnell weniger Wertschätzung.

Durch das selber machen statt kaufen setzt man sich wieder intensiver mit all den Rohstoffen, Arbeitsschritten und dem “Handwerk” und Energieaufwand auseinander, den es braucht um das Endprodukt zu erzeugen. Die Wertschätzung dieser Dinge steigt und somit verbessert sich auch der Umgang und ggf. Verbrauch dieser Dinge. Die Zeit die wir uns dafür nehmen lehrt uns nicht nur den Bezug zu diesem Prozess wiederherzustellen, es entschleunigt auch unseren Alltag und fördert unsere Sinnlichkeit.

Umsetzung

Am einfachsten umsetzen und diese Methode im Alltag anwenden kann ich persönlich beim kochen und zubereiten meiner Mahlzeiten. Für mich gibt es nichts schöneres als mich Abends an den Herd zu stellen und aus leckeren, frischen und rohen Zutaten ein leckeres Gericht zuzubereiten. Natürlich bedeutet das mehr Arbeit und Zeit als sich schnell ein Fertiggericht in der Mikrowelle aufzuwärmen, doch genau darum geht es ja, denn dieser Einsatz schafft Bewusstsein für die Dinge die wir konsumieren. 

Kochen ist für mich wie Meditation, nur dass ich dabei geistig und körperlich aktiv bin.

Vielleicht ist kochen nicht dein Ding? Dann probier doch etwas anderes aus, dass deinem Wesen mehr entspricht. Am besten versuchst du eine Leidenschaft & ein Hobby damit zu verbinden.

Wenn du gerne Sport machst, dann fahr doch anstatt mit dem Auto einfach mit dem Fahrrad zu Arbeit, Uni oder Schule. Das entschleunigt und du erfährst am eigenen Leib, was es an Energie bedarf um dich von A nach B zu bewegen.